Familien aus verschiedenen Ländern Europas, aber auch aus Kenia und Fidschi, sowie ein samischer Jugendverband aus Schweden werfen dem Europäischen Gesetzgeber vor, durch eine zu wenig ambitionierte Klimapolitik ihre Grundrechte auf Leben, Gesundheit, Berufsfreiheit und Eigentum zu verletzen. Germanwatch setzt sich dafür ein, diesen Menschen eine Stimme in der Öffentlichkeit und vor Gericht zu geben.

Die KlägerInnen, die Teil des sogenannten People’s Climate Case sind, repräsentieren unterschiedliche Brennpunkte des Klimawandels und spüren bereits jetzt die Auswirkungen:

  • Bei einigen KlägerInnen sind Eigentum und berufliches Fortkommen durch Meeresspiegelanstieg und Sturmfluten betroffen. Dies gilt für die Familie aus Fidschi ebenso wie für die deutsche Familie von der ostfriesischen Insel Langeoog.
  • Klägerfamilien aus Südfrankreich, Portugal und Kenia sehen sich durch klimawandelbedingte Hitzewellen und Dürreperioden bis hin zu Waldbränden sowie Desertifikation an Leib und Leben gefährdet. Auch sind sie in ihrer wirtschaftlichen Existenzgrundlage und den Bildungschancen beeinträchtigt.
  • Die KlägerInnen aus den italienischen Alpen sind durch den Rückzug von Eis und Schnee sowie die veränderte Temperatur- und Niederschlagsentwicklung in ihrem beruflichen Fortkommen betroffen. Die Klägerfamilie aus den rumänischen Karpaten fürchtet um ihre Existenzgrundlage.
  • Die Jugendorganisation der Samen in Schweden, Sáminouraa, beobachtet seit geraumer Zeit die nachteiligen Auswirkungen wärmerer Winter und Sommer auf die traditionelle Rentierhaltung und bangt um ihr kulturelles Erbe.

Die Klägerfamilien und Jugendorganisation

Die Familien und die Jugendorganisation werden von Umweltverbänden, Anwälten und WissenschaftlerInnen unterstützt, die davon überzeugt sind, dass die EU hinsichtlich ihrer Klimaziele für 2030 ehrgeiziger handeln kann und muss. Vertreten werden die Familien durch den deutschen Rechtsprofessor Prof. Dr. Gerd Winter (Bremen), die in Hamburg ansässige Umweltanwältin Dr. Roda Verheyen sowie den in London ansässigen Rechtsanwalt (Barrister) Hugo Leith. Die WissenschaftlerInnen des Thinktanks Climate Analytics steuern in dieser Rechtssache interdisziplinäres wissenschaftliches Hintergrundwissen bei. Die deutsche Nichtregierungsorganisation Protect the Planet übernimmt sämtliche Kosten des Gerichtsverfahrens, damit die Familien nicht durch finanzielle Probleme an der Klage gehindert werden. CAN (Climate Action Network) Europe, der größte europäische NRO-Zusammenschluss im Bereich Klima und Energie mit über 150 Mitgliedsorganisationen aus mehr als 30 europäischen Ländern, unterstützt die mutige Klage der Familien ebenfalls.

Das europäische Netzwerk CAN Europe und die unterstützenden Umwelt- und Entwicklungsverbände gehen davon aus, dass dringend gehandelt werden muss, um die Grundrechte der KlägerInnen zu schützen.

Stimmen zur Klimaklage

Partner

Wenn Sie die KlägerInnen kontaktieren möchten, setzen Sie sich bitte mit den Partnerorganisationen in den jeweiligen Ländern in Verbindung.

Unterstützerkreis

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