Familie Feschet lebt in einem Dorf in der Provence in Südfrankreich. Die Familie lebt seit drei Generationen vom Lavendel-Anbau. Allerdings sorgen die Auswirkungen des Klimawandels dafür, dass der Anbau von Lavendel immer schwieriger und kaum noch praktikabel wird. Die Familie Feschet, formuliert ihre dringende Bitte an die EU, die Klimaziele für das Jahr 2030 anzuheben um ihren Hof, ihr Familienunternehmen und die Zukunft ihrer Kinder zu schützen.

Die Anzahl der Dürren hat sich in der Region seit den 1960er Jahren deutlich erhöht und die Temperaturkurve zeigt, dass es seit 1950 einen klaren Erwärmungstrend von etwa 0,5°C pro Jahrzehnt gibt. Die Veränderungen der Jahreszeiten haben sich auf den Lavendelanbau ausgewirkt. Die hohen Temperaturen  im Januar und Februar, wenn die Pflanzen anfangen zu wachsen, gefolgt von einer Frostperiode später im Jahr töten die Pflanzen. Lavendelkulturen, die vorher 23 Jahre überdauert haben, können jetzt schon nach vier Jahren entwurzelt werden, nach einem Erntezeitraum von lediglich 2,5 Jahren.

Großvater Maurice erklärt, was sie durchmachen: „44% in sechs Jahren: das ist der exakte Rückgang der Lavendelernte in der Provence. Grund dafür sind die Folgen des Klimawandels, die uns immer härter und härter treffen. Insbesondere in den letzten sieben Jahren waren wir wiederholt Dürren ausgesetzt, die zusammen mit dem Verlust des Ernteertrags die Wiederherstellung der Plantagen sehr unsicher werden lassen.“

Familie Feschet weiß, dass Europa mehr tun muss und kann, um seine EinwohnerInnen und zukünftigen Generationen zu schützen. Großvater Maurice unterstreicht: „In der europäischen Politik ist es dringend nötig, einen Schritt zurück zu machen und die Prinzipien der Demokratie zu überdenken. Die EU muss jetzt auf ihre Bürgerinnen und Bürger hören, die vom Klimawandel betroffen sind und die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um sie zu schützen. Vor den schlimmer werdenden Auswirkungen des Klimawandels geschützt zu werden ist ein Grundrecht und die Klimaziele der EU zu erhöhen ist eine notwendige Maßnahme.“

Bitte wenden Sie sich an Notre Affaire à Tous um mit der Familie in Kontakt zu treten.