Familie Vlad lebt in den rumänischen Karpaten auf 700 Metern Höhe. Die Familie, die ihr Geld mit der Viehzucht verdient, ist mit dem Verlust ihres Hofes, ihres Tierbestands und ihrer traditionellen Arbeit konfrontiert. Gründe dafür sind steigende Temperaturen, Dürren und ein Mangel an Wasser in der Region.

Die Analyse der Klimatrends zeigt einen eindeutigen Anstieg von 1,1- 2,0°C in den letzten 50 Jahren (1961-2010). Neben dem Temperaturanstieg hat die Familie außerdem Veränderungen bei den Jahreszeiten festgestellt. Es ist mittlerweile normal, dass die Temperaturen im Februar ansteigen und danach noch einmal unter 0 Grad fallen, einschließlich Schneefall im März. Aufgrund dieser Entwicklung ist der Anbau von Pflanzen wie Mais und Kartoffeln nicht mehr möglich.

Im Übrigen wird die Viehzucht sehr schwierig für die Familie, da die Sicherstellung ausreichender Nahrung erheblich mühsamer wird. Seitdem das Gras im Sommer aufgrund der steigenden Temperaturen und insbesondere wegen der Perioden extremer Hitze nicht mehr ausreichend wächst, muss die Familie ihr Vieh in höheren Lagen hüten, wo es kühler und mehr Feuchtigkeit vorhanden ist, die das Wachstum des Weidelands begünstigt.

Der Vater der Familie Vlad, Petru Vlad, erklärt wie die Familie vom Klimawandel beeinflusst wird und warum sie gegen die Europäischen Institutionen klagt:

„Von Jahr zu Jahr steigen die Temperaturen, es ist nicht mehr genug Wasser für unsere Rinder und Schafe da. Ich muss mein Vieh von 700 auf 1400 Meter Höhe bringen, um gutes Gras zum Grasen zu finden, aber vor allem um an Wasser zu kommen. Weiter hoch kann ich allerdings nicht gehen, weil oberhalb von 2000 Metern nur noch der Himmel ist.

Manche sagen, es ist die Strafe Gottes, andere machen die Umweltverschmutzung verantwortlich. Was auch immer es ist, als einfacher Farmer ohne höhere Bildung kann ich sagen, es ist nicht meine Schuld und das Problem muss gelöst werden. Und das ist der Grund warum ich Maßnahmen verlange: nicht Geld, sondern Schutz.“

Familie Vlad vertraut auf die Europäischen Institutionen, dass diese die Klimaziele der EU für das Jahr 2030 anheben und sie beschützt, bevor es zu spät ist.

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