Der Familie Carvalho gehört eine forstwirtschaftliche Fläche im Zentrum von Portugal, wo Vater und Sohn nachhaltige Forstverwaltungsmaßnahmen realisierten, indem sie Kiefern und Eukalyptus-Bäume durch lokale Arten wie Eichen und Kastanienbäume ersetzten.

Die Familie beobachtet, dass die Temperaturen in Zentral-Portugal sich hin zu wärmeren und trockeneren Bedingungen verändern. Dies schließt auch häufigere Hitzewellen und Dürren mit ein. Dieser Trend wird offiziell dem Klimawandel zugeschrieben. Die Medien und die Regierung berichten von höheren Todesraten in Portugal aufgrund von Hitzewellen. Gleichzeitig hat die Kombination aus heißeren und trockeneren Bedingungen das Risiko für Brände und den Bedarf an Wasser im landwirtschaftlichen Sektor signifikant erhöht.

Im Oktober 2017 verbrannten 95% des Gemeindelandes, einschließlich des kompletten Gebietes, das von der Familie bewirtschaftetet wurde, bei einem außerordentlichen Waldbrand. Das Wohnhaus der Kläger war ebenfalls von den Flammen umschlossen und ihre landwirtschaftlichen Maschinen und ihre Garage wurden vom Feuer beschädigt. Die Familie hatte Glück, den Waldbrand zu überleben, vergessen haben sie den Tag jedoch nie. Auch wenn die Familie Carvalho jetzt in die Wiederherstellung ihres Waldgebietes investiert, ist es aufgrund der Risikoszenarien des Klimawandels in Portugal unmöglich vorherzusagen, wie viele Jahre es dauern wird, bis sich wieder ein ausgewachsener Wald entwickelt hat.

Jetzt fordert die Familie die EntscheidungsträgerInnen in der EU dazu auf, die Klimaschutzambitionen zu erhöhen, um sie und ihre forstliche Nutzfläche vor zukünftigen Waldbränden zu schützen.

Der Vater der Familie, Armando Carvalho, stellt klar: „Am 15. Oktober 2017 fiel das Auftreten eines einzigartigen und abnormalen meteorologischen Ereignisses mit dem plötzlichen Entstehen eines Großbrandes zusammen, der sich rasend schnell ausbreitete und die Besitztümer und Güter meiner Familie angriff. Mit meinem forstwirtschaftlichen Wissen und meinen Erfahrungen in der Feuerbekämpfung sowie meinem Gewissen und meinen Werten als Bürger, musste ich während dieser Tage einfach eine aktive Rolle in diesem Rechtsfall einnehmen. Ich tue dies, weil ich mir bewusst bin, dass es an der EU ist, ihre Führungsrolle anzunehmen und ambitioniert daran zu arbeiten, die klimatischen Einflüsse rückgängig zu machen, die aufgrund des Klimawandels innerhalb ihres Territoriums stattfinden.“

 

Bitte schreiben Sie an ZERO um mit der Familie in Kontakt zu treten.