Familie Elter lebt in einem kleinen Dorf im Gran Paradiso National Park in den italienischen Alpen. Die Familie produziert lokale Bionahrung und leitet ein kleines Bed & Breakfast Hotel. Das Hotel ist vom Tourismus abhängig und damit vor allem von den berühmten Eiskletter-Möglichkeiten, die die Region bietet.

Die Familie beobachtet nicht nur das Schmelzen der Gletscher, sondern ebenso signifikante Temperaturveränderungen. Vater Giorgio, ein Forstingenieur, hat den Temperaturanstieg beobachtet und erklärt, dass die regionalen Kräuter und Pflanzen bis zu einer Höhe von 1500 m aufgrund dieser steigenden Temperaturen viel zu früh oder gar nicht mehr blühen. Da die lokalen Samen und Pflanzen, die von der Familie genutzt werden, sehr sensibel auf Temperaturanstiege reagieren, hat die Familie einen Rückgang in der Produktion und gleichzeitig höhere Produktionskosten hinnehmen müssen, die zwischen 20 und 30 Prozent der Betriebseinnahmen ausmachen. Das Hotelgeschäft, ist ebenfalls bedroht, weil jede Temperaturveränderung das Eisklettern gefährlicher macht und es für Touristen zu riskant wird.

Die Wissenschaft beweist, dass die Auswirkungen des Klimas in der Region schlimmer werden, wenn keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden. Giorgio erklärt, was sein Lebensunterhalt ihm bedeutet und warum seine Familie diese Klage initiiert hat: „Wir können nicht in einem Gebiet leben und arbeiten, wo Umweltschutz aufgrund des Gran Paradiso Nationalparks eine große Bedeutung hat aber die Auswirkungen des Klimawandels, die die Zukunft unserer Kinder in Gefahr bringen, nicht beachtet werden.

Das Abschmelzen der Gletscher, unserem wichtigen Frischwasservorrat und unser einziges Einkommen in der Wintersaison, hat nicht nur Auswirkungen auf uns; zusammen mit dem Temperaturanstieg löst es auch flussabwärts signifikanten Schaden für landwirtschaftliche Aktivitäten aus.  Diese konkreten Beispiele, wie der Klimawandel unser alltägliches Leben beeinträchtigt, lassen uns besorgt in die Zukunft unserer Kinder blicken. Für uns ist diese Klage sehr wichtig, um das Bewusstsein unserer EntscheidungsträgerInnen und überstaatlichen Institutionen dafür zu schärfen, dass es radikalere Handlungen und Maßnahmen benötigt, um diese Auswirkungen aufzuhalten, bevor sie unumkehrbar werden und es zu spät für uns alle ist.“

Bitte wenden Sie sich an Legambiente um mit der Familie in Kontakt zu treten.